Unsere Fortbildungsangebote

Fortbildung ist ein zentrales Anliegen des Projektes "ZUGÄNGE ERWEITERN - Bildungsnetzwerk Antisemitismus", mit Präsenz- oder Online-Angeboten aus eigener Hand unter Beteiligung von Fachexpert*innen aus dem gesamten Bundesgebiet. Unsere projektbezogenen Fortbildungsangebote können Sie hier jeweils aktuell einsehen, mit allen relevanten Informationen zu Thema, Inhalt, Umfang und Anmeldung. Darüber hinaus informieren wir auch über empfehlenswerte und offene Fortbildungsangebote anderer Träger am Seitenende.

02. DEZEMBER 2021, 14:00 – 17:15 Uhr
GRUNDLAGEN UND VIELFALT IM JUDENTUM
FÜHRUNG UND SEMINAR

14.00 - 15.00 Uhr: Führung für Lehrkräfte durch die Synagoge in Lübeck, Treffpunkt: St.-Annen-Str. 11

15.15 - 17.15 Uhr: Seminar mit Rabbiner Dr. Gabor Lengyel aus Hannover, Ort: Carl-Friedrich-von-Rumohr Hotelfachschule Lübeck, St.-Annen-Str. 4, Lübeck

Die Israel-Boykottbewegung

Rabbiner Dr. Gábor Lengyel wurde 1941 in Budapest geboren und hat als Kind im Ghetto von Budapest überlebt. Seine Mutter Janka Stern wurde 1945 auf dem Weg vom KZ Ravensbrück nach Burgau ermordet. Er selbst blieb bis 1956 in Ungarn, bevor er nach Israel auswanderte. 1965 kehrte er zum Studium an der TU Braunschweig nach Deutschland zurück und begann eine berufliche Laufbahn als Ingenieur in der Industrie. Er wurde 1966 Gründungsmitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Braunschweig und war von 1978 – 1993 erster Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Braunschweig. In der Zeit von 1999 – 2007 arbeitete Dr. Gábor Lengyel im Vorstand der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover und begann parallel eine Ausbildung zum Rabbiner in Budapest und am Abraham-Geiger-Kolleg in Berlin. Seit 2009 ist er Rabbiner der Liberalen Jüdischen Gemeinde Etz Chaim in Hannover und war bis 2017 auch Rabbiner der Liberalen Jüdischen Gemeinde Göttingen. Seit 2012 ist er zudem Lehrbeauftragter in der Leibniz Universität Hannover, am Institut für Theologie und Religionswissenschaft.

Anmeldung erbeten unter projektleitung@zugaengeerweitern.de

11. NOVEMBER 2021, 14.00 – 18:30 Uhr, FACHTAG
UNTERRICHTSTHEMA HEUTE: ANTISEMITISMUS!

Zeitzeugenbegegnung – Workshops – Austausch
Ort: Ernst-Barlach-Schule, Seminarweg 1, Ratzeburg

Zeitzeugenbegegnung (14.00 - 15.30 Uhr)
„Eva Szepesi - Ein Mädchen allein auf der Flucht“

Eva Szepesi ist eine Auschwitz-Überlebende. Sie gehörte zu den etwa 400 Kindern, die am 27. Januar 1945 aus dem Konzentrationslager befreit wurden. Ihr ist es bis heute ein dringendes Anliegen, gerade jungen Menschen aus ihren Lebenserfahrungen in Wort und Bild zu erzählen.
anschließend: „Transgenerationale Weitergabe von Traumata“ mit Anita Schwarz, Tochter von Eva Szepesi

Fachtag Antisemitismus

Fachvortrag (15.45 - 17.15 Uhr)
„Lernen aus der Geschichte“

Dr. Constanze Jaiser, Projektleiterin „zeitlupe. Stadt.Geschichte&Erinnerung“ bei der RAA Mecklenburg-Vorpommern e.V., berichtet über die Erfahrungen und die Organisation regionalgeschichtlicher Spurensuche mit Jugendlichen.

Wechsel-Workshops „Antisemitismus im Unterricht thematisieren“ (17.30 - 18.00 Uhr)
„Meet a Jew“ – Begegnungsprojekt des Zentralrates der Juden in Deutschland

Rebecca Vaneeva berichtet zur begegnungsfördernden Projektarbeit von „Meet a Jew“ gerade mit Blick auf mögliche Unterrichtseinsätze.

Klassenbesuch in der Synagoge
... von der jüdischen Gemeinde in Lübeck berichtet über die Neueröffnung der Lübecker Synagoge und die Möglichkeiten von Führungen für Schulklassen. NN

„In deiner Nähe“ – Präsentation einer Mitmach-Wanderausstellung für Schulen
Wencke Stegemann vom Projekt „ZUGÄNGE ERWEITERN“ und Dr. Constanze Jaiser präsentieren das Projekt einer partizipativen und wachsenden Schul-Wanderausstellung zu den Themen „Antisemitismus“ und „Jüdisches Leben“ in Schleswig-Holstein, die ab 2022 starten soll.

Ab 18.00 Uhr Fingerfood und Austausch
Anmeldung erbeten unter projektleitung@zugaengeerweitern.de

02. NOVEMBER 2021, 15 - 18 UHR - TEIL 1
23. NOVEMBER 2021, 15 - 18 UHR - TEIL 2
FUNKTIONSWEISE UND MOTIVE VON SEKUNDÄREM ANTISEMITISMUS – ZIVILCOURAGE FÖRDERN
ONLINESEMINAR

Anmeldung über Formix unter IBE 0089 „Schule der Vielfalt – Meilensteine der Begleitung“ ab Freitag, den 23.9.21

Referentinnen und Referent: Désirée Galert und Team Fortbildnerin Kiga Berlin
Moderation: Camila Damerau, IQSH

In diesem Online-Workshop werden die Funktionsweisen und Motive von sekundärem Antisemitismus erarbeitet und der gesellschaftlichen Kontext problematisiert, in welchem Debatten um Verantwortung, nationale Identität und Zugehörigkeit geführt werden. Die eigene Haltung zur und der Umgang mit der NS-Vergangenheit werden kritisch reflektiert und mit verschiedenen Formen von Erinnerungskultur heute ins Verhältnis gesetzt. Es werden Methoden für die Arbeit mit Schüler*innen vorgestellt, die darauf abzielen, das eigene Verhalten zu hinterfragen, Zivilcourage zu fördern und ein Bewusstsein für die Gefahren von antidemokratischen Tendenzen für die gesamte Gesellschaft zu schaffen.

KIGA Der Bildungsträger KIgA e.V. Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus entwickelt innovative Konzepte für die pädagogische Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft. Seit 2003 erarbeitet er modellhafte und lebensweltlich orientierte pädagogische Ansätze und Materialien für die politische Bildung und setzt sie in die Praxis um. Bundesweit unterstützt KIgA e.V. mit seinen Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen Interessierte aus Bildung und Zivilgesellschaft, qualifiziert Multiplikatoren/-innen, gestaltet wissenschaftliche Diskurse aktiv mit und bietet Expertisen und Beratung für den Bildungsbereich, für Politik und Gesellschaft.

21. Oktober 2021, 14-16 Uhr
Umgang mit Antisemitismus in der Grundschule
Onlineseminar

Antisemitische Vorurteile, Diskriminierungen und Wissensbestände sind in der Gesellschaft weit verbreitet. Auch Kinder im Grundschulalter kommen meist nebenbei und ungewollt damit in Kontakt. Die Handreichung gibt kurze Hintergrundinformationen und viele praktische Tipps zu den Themen jüdisches Leben heute, antisemitische Vorurteile und Diskriminierung sowie zur Thematisierung des Holocaust. In der Online-Fortbildung werden zentrale Thesen der Handreichung vorgestellt und ausgewählte Methoden gemeinsam ausprobiert sowie Erfahrungen ausgetauscht. Die Broschüre steht zusammen mit Materialien und Methoden für den Unterricht zum Download bereit auf der Website des Anne Frank Zentrums: www.annefrank.de/antisemitismus-grundschule

25. Mai 2021, 9.30 - 16.00 Uhr
Verschwörungserzählungen

In diesem Online-Workshop wird die geschichtliche Entwicklung von antisemitischen Verschwörungserzählungen nachgezeichnet und ihre Kontinuitäten anhand bestimmter Merkmale und aktuellen Formen beleuchtet. Der Fokus liegt auf den Mechanismen und Funktionsweisen von Verschwörungsideologien und den zugrunde liegenden Weltbildern, die z.B. auch im Zuge der COVID19-Pandemie verstärkt sichtbar werden. Argumentationshilfen und Handlungsoptionen für die pädagogische Bearbeitung im schulischen Kontext werden vorgestellt und ausgewählte Methoden gemeinsam reflektiert.
Onlineseminar, Anmeldung: https://formix.info/IBE0089
Referentinnen und Referent: Désirée Galert und Team Fortbildnerin, Kiga Berlin
Moderation: Camila Damerau, IQSH
KIGA Der Bildungsträger KIgA e.V. Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus entwickelt innovative Konzepte für die pädagogische Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft. Seit 2003 erarbeitet er modellhafte und lebensweltlich orientierte pädagogische Ansätze und Materialien für die politische Bildung und setzt sie in die Praxis um. Bundesweit unterstützt KIgA e.V. mit seinen Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen Interessierte aus Bildung und Zivilgesellschaft, qualifiziert Multiplikatoren/-innen, gestaltet wissenschaftliche Diskurse aktiv mit und bietet Expertisen und Beratung für den Bildungsbereich, für Politik und Gesellschaft.

11. Mai 2021, 15 – 18.00 Uhr
„Die Suche nach Eindeutigkeit“ – Umgang mit Verschwörungserzählungen im pädagogischen Alltag

Kompetenz Zentrum

Verschwörungsmythen sind integraler Bestandteil antisemitischer Ideologien. Die Pandemie-Zeit bietet viele neue Anknüpfungspunkte für antisemitische Verschwörungserzählungen und beschleunigt ihre Verbreitung. Auch weiterhin bekommen Fake-News rund um Corona eine große Reichweite und stacheln zu Gewalt an. Alte und neue Verschwörungserzählungen stellen auch im Schulalltag eine echte Herausforderung dar. Was sind antisemitische Verschwörungsmythen? Wie können sie erkannt und wie kann ihnen begegnet werden? Der Workshop eröffnet einen stärkenden Informations- und Gesprächsraum über konkrete Fälle und Grundsätze pädagogischen Handelns im Umgang mit Verschwörungserzählungen.

Weiterführende Bildungsangebote des Projekts Zugänge schaffen werden abschließend vorgestellt.

Onlineseminar, Anmeldung: https://formix.info/PRV0127
Referentinnen und Referent: Jana Scheuring und Romina Wiegemann, Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment
Moderation: Uta Hartwig (uta.hartwig@iqsh.de)

29. April 2021, 15.30 - 18.30 Uhr
Workshop Meet a Jew. Miteinander reden, statt übereinander.

Die wenigsten Menschen in Deutschland kennen einen Juden oder eine Jüdin persönlich. Das Projekt des Zentralrats der Juden „Meet a Jew“ möchte dies ändern, indem es jüdischen Menschen in Deutschland ein Gesicht gibt.
Bei dieser Begegnung stellen ehrenamtliche Jüdinnen und Juden das aktuelle jüdische Leben in Deutschland vor, geben persönliche Einblicke in ihren Alltag und beantworten Fragen ohne Tabus.
In diesem Workshop geht es um eine Kombination aus Begegnung und Information über das Projekt. Ehrenamtlich bei Meet a Jew engagierte Jugendliche und ein: Mitarbeiterin des Projektteams werden sowohl über Erfahrungen als auch Konzepte mit Ihnen ins Gespräch kommen.
„Meet a Jew“ ist ein Projekt des Zentralrats der Juden, gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Referent/-in Mascha Schmerling und Igor Zunik (Team Meet a Jew), Uta Hartwig (Moderation)

Anmeldung: https://formix.info/PRV0129

22. März 2021, 16 - 18.30 Uhr
Judentum, jüdisches Leben heute, Erinnerungskultur gestalten - evaluierte Unterrichtskonzepte für die Klassenstufe 4-6

Der Workshop bietet einen Überblick über ausgewählte und erprobte Unterrichtskonzepte zu den Themen jüdisches Leben heute und Umgang mit der Erinnerungskultur in den Klassenstufen 4-6.
Referentinnen: Uta Hartwig (Projekt Zugänge Schaffen) und Viktoria Ladyshenski (Jüdische Gemeinde Kiel und Region)
Anmeldung: u.hartwig@gmx.net
Die Zugangsdaten zum Webex Webinar erhalten Sie einige Tage vor der Veranstaltung.
Sie sind bereits eine Gruppe, z.B. ein Kollegium? Dann können Sie diese Fortbildung auch als Gruppe ab 8 Personen buchen. Wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage ebenfalls an u.hartwig@gmx.net

2. März 2021, 9.30 - 16.00 Uhr
Israelbezogener Antisemitismus / “Nahostkonflikt“

In diesem Online-Workshop werden die Grundlagen der geschichtlichen Entwicklung in der Region vermittelt sowie wirkmächtige Narrative, verschiedene Entwicklungen und Ereignisse rund um die Staatsgründung Israels und im weiteren Verlauf des Konfliktes vorgestellt werden. Neben alternativen Perspektiven wie z.B. zivilgesellschaftliche Initiativen, die sich für eine friedliche Co-Existenz einsetzen, werden aktuelle Herausforderungen in Bezug auf israelbezogenen Antisemitismus und damit in Verbindung stehende Verhaltensweisen und Emotionen vor allem im schulischen Kontext beleuchtet. Möglichkeiten und Fallstricke der pädagogischen Bearbeitung werden anhand unterschiedlicher Methoden gemeinsam reflektiert
Onlineseminar (wenige Restplätze)
Referentinnen und Referent: Désirée Galert und Team Fortbildnerin Kiga Berlin
Moderation: Camila Damerau, IQSH
Anmeldung: Uta Hartwig, uta.hartwig@iqsh.de
KIGA Der Bildungsträger KIgA e.V. Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus entwickelt innovative Konzepte für die pädagogische Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft. Seit 2003 erarbeitet er modellhafte und lebensweltlich orientierte pädagogische Ansätze und Materialien für die politische Bildung und setzt sie in die Praxis um. Bundesweit unterstützt KIgA e.V. mit seinen Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen Interessierte aus Bildung und Zivilgesellschaft, qualifiziert Multiplikatoren/-innen, gestaltet wissenschaftliche Diskurse aktiv mit und bietet Expertisen und Beratung für den Bildungsbereich, für Politik und Gesellschaft.

17. Februar 2021, 16 - 18.30 Uhr
Meet a Jew - Miteinander reden, statt übereinander.

Die wenigsten Menschen in Deutschland kennen einen Juden oder eine Jüdin persönlich. Das Projekt des Zentralrats der Juden „Meet a Jew“ möchte dies ändern, indem ehrenamtliche Jüdinnen und Juden das aktuelle jüdische Leben in Deutschland vorstellen und persönliche Einblicke in ihren Alltag geben und Fragen ohne Tabus beantworten.
Referentin: Wiebke Rasumny und das Team „Meet a Jew“ (www.meetajew.de/begegnung)
Moderation: Uta Hartwig
Anmeldung: u.hartwig@gmx.net
Die Zugangsdaten zum Webex Webinar erhalten Sie einige Tage vor der Veranstaltung.

04. Februar 2021, 16 - 18.30 Uhr
Judentum, jüdisches Leben heute, Erinnerungskultur gestalten - evaluierte Unterrichtskonzepte für die Klassenstufe 4-6

Der Workshop bietet einen Überblick über ausgewählte und erprobte Unterrichtskonzepte zu den Themen jüdisches Leben heute und Umgang mit der Erinnerungskultur in den Klassenstufen 4-6.
Referentinnen: Uta Hartwig (Projekt Zugänge Schaffen) und Viktoria Ladyshenski (Jüdische Gemeinde Kiel und Region)
Anmeldung: u.hartwig@gmx.net
Die Zugangsdaten zum Webex Webinar erhalten Sie einige Tage vor der Veranstaltung.
Sie sind bereits eine Gruppe, z.B. ein Kollegium? Dann können Sie diese Fortbildung auch als Gruppe ab 8 Personen buchen. Wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage ebenfalls an u.hartwig@gmx.net

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Empfehlenswerte Fortbildungen:

24. November 2021, 16:15-17:45 Uhr
Antisemitismus und Jugend

Onlinevortrag

Am kommenden Mittwoch, 24. November 2021, setzt der Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit seine Ringvorlesung „Reality strikes back“ zum Thema „Die rechte Mitte. Rechtsextremismus: nur ein ‚Randphänomen?“ fort. In ihrem Online-Vortrag „Antisemitismus und Jugend“ stellt Prof.in Dr.in Nicolle Pfaff das gleichnamige aktuelle Forschungsprojekt vor und gibt Einblicke in die Analyse der qualitativen Daten. Nicolle Pfaff ist seit 2012 Professorin für Migrations- und Ungleichheitsforschung an der Universität Duisburg-Essen.

Das von Lamya Kaddor und Nicolle Pfaff geleitete Projekt „Antisemitismus und Jugend" der Universität Duisburg-Essen wird durch die Bundeszentrale für politische Bildung finanziert. Auf der Grundlage einer diskurs- und biographieanalytischen Studie werden in Zusammenarbeit mit der Bildungs- und Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz Materialien für die Bildungsarbeit gegen Antisemitismus und Rassismus entwickelt. Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen: Wie positionieren sich junge Menschen in der BRD vor dem Hintergrund unterschiedlicher biographischer Erfahrungen und diskursiver Zusammenhänge zu Jüdinnen und Juden, zum Judentum, zu Israel und zum Nahostkonflikt sowie zu Antisemitismus und zur Shoah? Woher beziehen sie ihr Wissen über das Judentum? Welche Erfahrungen machen sie in Zusammenhängen der Holocaust Education in und außerhalb der Schule? Im Rahmen der Studie werden u.a. Daten aus 31 Interviews mit nicht-jüdischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus unterschiedlichen Regionen in Deutschland analysiert.

Der Link folgt wie immer kurz vor der Veranstaltung

25. November 2021, 14 - 16 Uhr
Islamisiertem Antisemitismus in der Praxis begegnen
Referent*innen: Provention

Online - Veranstaltungsreihe zum Israelbezogenem Antisemitismus des Facharbeitskreises Antisemitismus und Verschwörungsideologie in Schleswig-Holstein

In aktuell kursierenden Verschwörungsmythen spielen judenfeindliche Elemente oftmals eine tragende Rolle, wie beispielsweise in der vermeintlichen zionistischen Weltverschwörung. Zum Teil wird versucht, solchen antisemitischen Stereotypen einen religiösen Anstrich zu geben und diese islamisch zu legitimieren.

Spätestens seit dem Angriff von arabischsprachigen Jugendlichen auf zwei Kippa tragende Männer in Berlin ist die Diskussion um einen islamisierten Antisemitismus in Deutschland in den öffentlichen Fokus gerückt. Antisemitismus ist ein Phänomen, das sich im beruflichen Alltag von Sozialraumakteur*innen als Mobbing oder rassistisch-religiöse Diskriminierung ausdrücken kann. Im Workshop werden Ursprünge sowie Erscheinungsformen von islamisiertem Antisemitismus beleuchtet und es wird der Frage nachgegangen, ob es einen genuin muslimischen Antisemitismus gibt. Außerdem werden anhand von Karikaturen und Fallbeispielen die verschwörungstheoretischen Merkmale, Strukturen und Funktionsweisen diskutiert. Neben einer breiten Wissensvermittlung zum Thema werden Handlungsstrategien für die berufliche Praxis vorgestellt.

ANMELDUNG unter jacob.reichel@tgsh.de

25. November 2021, 10 - 17.30 Uhr
‚Wie das Gewitter in der Wolke‛ - Israelbezogener Antisemitismus als pädagogische Herausforderung
digitales Fachforum

Israelbezogener Antisemitismus als pädagogische Herausforderung

Das digitale Fachforum ist offen für alle Interessierte und richtet sich besonders an Fachkräfte der schulischen und außerschulischen Bildung, der Zivilgesellschaft, der Verwaltung sowie aus Sicherheits- und Justizbehörden.

Mit dem Themenfeld des Israelbezogenen Antisemitismus widmet sich das digitale Fachforum einer besonders aktuellen und relevanten Erscheinungsform des Antisemitismus. Ziel des Fachforums ist es, israelbezogenen Antisemitismus als pädagogische Herausforderung zu diskutieren. Dabei stehen folgende Fragen im Zentrum: Wie äußert sich israelbezogener Antisemitismus aktuell? Welche Methoden sind besonders geeignet, um israelbezogenem Antisemitismus pädagogisch zu begegnen? Wie verhalten sich Formate einer Wissensvermittlung zu anderen Formen der Bearbeitung von israelbezogenem Antisemitismus? Im Rahmen von Impulsvorträgen und anschließenden Workshops sollen diese Fragen diskutiert und konkrete Konzepte der politischen Bildung vorgestellt werden.

Zum Download finden Sie das Programm des Fachforums hier. Zur Anmeldung für diese digitale Veranstaltung nutzen Sie bitte das Formular auf der Webseite: anmeldung.bs-anne-frank.de (unter „Digitale Angebote und Fachtage“).

2. Dezember 2021, 14 - 16 Uhr
Von doppelten Standards und Dämonisierung: Israelbezogenen Antisemitismus erkennen lernen
Referent*innen: Exlex (KAST e.V.) & RBT Flensburg

Online - Veranstaltungsreihe zum Israelbezogenem Antisemitismus des Facharbeitskreises Antisemitismus und Verschwörungsideologie in Schleswig-Holstein

Israelbezogener Antisemitismus, also antisemitische Kritik am israelischen Staat, ist international ebenso wie in der deutschen Gesellschaft weit verbreitet.
Um das Phänomen kritisieren zu können, ist es notwendig dessen Funktionsweise zu verstehen. Entsprechend soll die Veranstaltung mit Hilfe grundlegender Informationen und Übungen dazu beitragen, dass die Teilnehmenden die Mechanismen von israelbezogenem Antisemitismus kennen und entsprechend derartige antisemitische Positionen erkennen lernen.

ANMELDUNG unter d.garbers@kast-sh.de

9. Dezember 2021, 14 - 16 Uhr
Israelbezogener Antisemitismus im Mai 2021 in S-H
Referentinnen: Sigrid Richolt / LIDA-SH und Wencke Stegemann / Stories for tomorrow

Online - Veranstaltungsreihe zum Israelbezogenem Antisemitismus des Facharbeitskreises Antisemitismus und Verschwörungsideologie in Schleswig-Holstein

Wenn die Lage zwischen Israelis und Palastinenser:innen sich in Nahost wieder zuspitzt, merken wir dies auch unmittelbar in Deutschland. Ob online in Social Media oder auf den Straßen: Gewalt eskaliert und leider immer wieder auch antisemitische Gewalt. So auch im Mai diesen Jahres.

Leider erleben wir in diesem Zusammenhang eine Zuspitzung von antisemitischen Vorfällen der Erscheinungsform des israelbezogenen Antisemitismus. Er kommt aus unterschiedlichen Richtungen und mit unterschiedlichen Intentionen. Oft wird die Frage gestellt: „Woran erkenne ich, dass es sich um Antisemitismus handelt und nicht bloß um Israelkritik?“ Diese Frage wird meist aus einer Unsicherheit herausgestellt und dabei übersehen, dass bereits die Verwendung der Formulierung „Israelkritik“ schwierig ist und als antisemitisch angesehen wird. Wo liegen also die Trennlinien? Wir wollen in diesem Webinar gemeinsam die häufigsten Situationen und Formulierungen, in denen es sich um israelbezogenen, aber auch andere Formen des Antisemitismus handelt, anschauen. Wir arbeiten dabei mit aktuellen Fällen, die im Mai 21 bei LIDA-SH gemeldet und dokumentiert wurden. Wir wollen Unterstützung beim Erkennen und Definieren von Antisemitismus geben.

Außerdem erzählen wir einführend über den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern, zu den historischen und aktuellen Problemlagen und versuchen dabei einen differenzierten Einblick zu geben. Denn Meinungen und vermeintliche Kenntnisse über diesen Konflikt sind in der Regel eng mit dem israelbezogenen Antisemitismus verbunden.

ANMELDUNG unter stegemann@stories-for-tomorrow.de